Unser Baugebiet

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Donnerstag, 12. März 2015

Aus Baustelle wird Haus

 Mittlerweile ist der Estrich getrocknet und im Haus wird weiter gearbeitet.
Der Estrich verschafft einem direkt einen ganz anderen Eindruck, man geht jetzt nicht mehr eine Stufe hinunter wenn man das Haus betritt und auch die Schalter und Fenster haben jetzt die richtige Höhe:



An den Stellen, an denen zwei unterschiedliche Bodenbeläge aufeinander treffen (Parkett und Fliesen) haben wir 5 mm Versatz einbauen lassen, damit dort später kein Höhenunterschied besteht. Das ist im Wohn/Esszimmer der Fall und im OG zwischen Bad und Ankleide bzw. Bad und Galerie



Insgesamt macht der Estrich auf jeden Fall einen großen Schritt in Richtung Fertigstellung aus, zumal auch alle weiteren Baufortschritte davon abhingen. Was die nun richtige Höhe der Fenster betrifft... nun ja. Es stellte sich nach der ersten Trocknung des Estrichs leider heraus, dass nun die Terrassentüren nicht mehr auf gingen. Hier haben wir extra ganz niedrige Schwellen einbauen lassen, damit man mehr oder weniger barrierefrei vom Haus auf die Terrasse gelangt. Nun gelangte man dort leider gar nicht mehr hin, weil der Estrich höher war, als die Öffnung der Fenstertüren. Diese saßen nämlich leider 3 cm zu tief. Also mussten sie nochmal raus, und höher gesetzt werden. Deshalb ist der Estrich auf einem schmalen Streifen vor der Terrassenfront auch eine Woche frischer als im Rest des Hauses...
                          

Holz&raum hat in den letzten Tagen außerdem die Fensterbänke, die uns nicht gefielen, ausgebessert.

Die Zwischenwand über den Schlafemporen zu gemacht


Und die Installations-Vowände in den Bädern gezogen.


                            
                            

Unser Maler war auch nicht untätig, und hat fleißig weiter gespachtelt, sowie die Kanten an Fensterausschnitten und Türen mit Metallschienen versehen.
                          

Das Beste ist aber, dass gestern mit dem Außenputz begonnen wurde! Es ist zwar nachts noch nicht durchgehend 3 Grad, aber wenn der Putzer das auf seine Kappe nimmt wird er wohl wissen, was er tut. Wir sind auf jeden Fall froh, dass das Baugerüst dann endlich weg kann. Schaut mal, wie schön weiß es wird!
                                                                                                                                     

Wir haben übrigens festgestellt, dass es zwar anstrengend ist, immer alles genau zu kontrollieren und gegebenenfalls zu beanstanden, aber dass es hilft! Das Problem mit der Elektro-Fertiginstallation (siehe vorletzter Post) hat sich zufriedenstellend und einvernehmlich lösen lassen. Und auch bei holz&raum selbst sind beanstandete Kleinigkeiten immer nachgearbeitet worden. Wichtig: man muss selbst darauf achten, dass für alle Änderungen, die man nachträglich bespricht (z.B. ein zusätzlicher Bodenablauf, eine vergrößerte Installations-Vorwand) immer VOR der Ausführung die eventuellen Mehrpreise genannt werden, sonst kann man hinterher Überraschungen erleben (dass kein Mehrpreis erwähnt wird, und dann mit der Ausführugn begonnen wird, bedeutet nicht, dass nicht hinterher ein Aufschlag fällig wird). Und das kann keine von beiden Seiten wollen. Bisher haben wir aber immer für alles eine Lösung gefunden.
Und noch was Schönes: Die Rhein Energie hat ihre lächerliche Rechnung über Baustrom zurück genommen. Auch hier: Nagging works!












Freitag, 20. Februar 2015

Unter Strom

Wir haben endlich Strom, juhuu!
Heute nur die ganz kurze Meldung, für Alle die unsere Never-Ending-Stromstory mitverfolgt haben.
Am Dienstag war tatsächlich der Störungswagen vor Ort, hat die Störung lokalisiert und am Mittwoch kam der Tiefbauer um zu buddeln und sie zu beheben.

Tja, und was soll ich sagen: Seitdem haben wir Strom im Haus! Richtigen, echten Strom.
Für die Handwerker ist das eine echte Bereicherung, denn bisher mit dem Aggregat wurde nur das Allernötigste gemacht. Nun können bedenkenlos auch Kaffeemaschinen, Radio und Heizöfchen angeschlossen werden. Was ein Luxus!

Und ich behaupte mal, die nächsten Anwohner (bis zu denen es ja noch ein paar Meter Entfernung sind, aber trotzdem) werden das ständige laute Brummen des Aggregats auch nicht vermissen.

Nun ist auch endlich das Loch vor dem Haus geschlossen, wieder eine "Teilbaustelle" weniger.


In den nächsten Tagen berichte ich dann wieder ausführlicher von den Baufortschritten am Haus aus der letzten Woche, und stelle euch den Bodenbelag und die Sanitäreinrichtung vor, die wir ausgeucht haben.


Dienstag, 27. Januar 2015

Bevor es losging...

gab es natürlich erst nochmal einige Schwierigkeiten, wie könnte es anders sein.
Diesmal muss ich allerdings gestehen, dass einige der Probleme, mit denen ich mich Montag rumschlagen dürfte, auf eigene Versäumnisse zurückzuführen waren.
Also, was habe ich Montag alles gemacht?
-morgens zuerst mit unserem Bauleiter telefoniert, gefragt was für einen Container wir brauchen. Dabei erfahren, dass wir wohl keinen Baustrom bekommen werden, sondern ein paar Tage mit einem Aggregat arbeiten müssen und dann -hoffentlich- gleich den richtigen Hausanschluss bekommen.
- dann einen entsprechenden Container angefordert.
- dann nochmal mit dem Bauleiter telefoniert, der darauf hingewiesen hat, dass der Tiefbauer noch nicht die zwei Einzelfundamente für die Pfosten der Terrassenüberdachung gegraben hat.
- mit dem Tiefbauer telefoniert um ihn aufzufordern, dass er das noch machen muss.
- mit der Stadt Königswinter telefoniert um zu fragen, ob das Vorhaben -wie bisher vom Bauleiter angegeben- ohne Straßensperre durchgeführt werden kann. Erfahren, dass es das NICHT kann, dass ein Antrag inkl. Verkehrsumleitungsplan schon mehrere Werktage im Voraus hätte gestellt werden müssen, dass das alles nicht so einfach sei und dass man sich vielleicht darauf einlassen würde, den Antrag noch ausnahmsweise zu genehmigen wenn er am gleichen Tag per Mail eingehen würde, aber nur wenn dann alles vorschriftsmäßig, reflektierend beschildert, abgesperrt und abgesichert würde und man andernfalls jedes Recht hätte den Kran wieder abbauen zu lassen.
- mich dann an die Erstellung eben dieses Antrages gesetzt, dabei wieder mit dem Bauleiter telefoniert und erfahren, dass ihm auch aufgefallen war dass eine Sperrung wohl nötig würde und er eine Kollegin darauf angesetzt hatte.
- mit dieser Kollegin telefoniert, die schon eine Stunde länger als ich am gleichen Antrag saß (hätte mir der Beamte in Köwi ja evtl auch sagen können...), ihn mit ihr abgestimmt und abgesendet.
- mit dem Wasserversorger telefoniert, die Abholung eines Standrohrs für Bauwasser am Nachmittag abgestimmt und dabei festgestellt, dass wir uns schon Tage vorher dort hätten melden müssen weil die normalerweise darauf bestehen, dass die Mauer/Bodenplattendurchführung nur mit von Ihnen bereit gestelltem Material vorgenommen werden darf. Meinen Charme spielen lassen und erreicht, dass das für uns keine Konsequenzen hat.
- besagtes Standrohr abgeholt und dafür 300,- Kaution hinterlegt.
- auf dem Weg dorthin die Info bekommen, dass wir eine Genehmigung zur Straßensperre bekommen hatten
- festgestellt, dass man sich diese Genehmigung, die maximal eine Stunde Verwaltungsaufwand bedeutet hätte und nur für 1,5 Tage benötigt wurde, 238€ Kosten ließ. Mich geärgert.
- eine Feuerrohbau/Wohngebäudeversicherung abgeschlossen
- mit unserer Bank telefoniert um die Auszahlung der nächsten Zahlungen zu klären, inkl. KfW
Darlehen
- dazwischen noch zur Post, Geld holen, meinen Mann auf dem Laufenden halten der parallel eine 7-stündige Sitzung auf der Arbeit hatte
- danach: Badewanne. Pizza. Bier (alkoholfrei:-)

Der Tag heute hat dann aber für Einiges entschädigt, weil er uns dann endlich bildlich, greifbar und ganz real gezeigt hat, wofür wir das Alles machen und dass es nicht mehr Lange dauert bis wir es geschafft haben.
Davon morgen dann mehr, wenn das Puzzle komplett ist.


Sonntag, 25. Januar 2015

Nicht bodenlos, sondern stromlos!

Die vergangene Woche war eine ereignisreiche, und die nächste wird noch spannender.
Und "spannend" hoffentlich im doppelten Wortsinn.

Nach meinem letzten Post am Montag wurden die Dachentwässerungs- und Abwassergräben und -Rohre fertig gezogen.
Am Mittwoch wurde die Bodenplatte gegossen.

Sie wurde nach dem Antrocknen wasserdicht eingepackt, und die Anschlussrohre extra gegen Wasser und Frost abgedichtet.

Zeitgleich wurde mit dem Setzen der Winkelsteinmauer begonnen, die unser Grundstück und den daraufstehenden Carport stützt und vom ein gutes Stück tiefer liegenden Nachbargrundstück abgrenzt.

Dass die Bodenplatte und die Anschlussrohre so hübsch eingepackt wurden, hat sich übrigens bewährt: am Samtag sah es im Siebengebirge, und damit auch auf unserer Baustelle, so aus:

Zum Glück sind für die kommenden Tage keine Fröste mehr gemelde, hauptsächlich Regen und maximal ein bisschen Schnee, der aber nicht liegen bleiben soll.

Der Hausmontage am Dienstag, den 27.01., steht also nicht viel entgegen. Außer der Sache mit dem Strom.
Wir haben den vorausgefüllten Antrag auf den Baustromanschluss schon am 15.12.2014 an holz&raum weitergeleitet, damit diese ihn an das beauftragte Elektrounternehmen weiterleiten sollten und der Antrag von dort fertig ausgefült an der Versorger gehen sollte. Damit war unser Part erfüllt.
Wir hörten dann erst wieder am 13.01.2015 etwas davon, als uns eine Dame des besagten Elektrounternehmens kontaktierte, um eine Unterschrift von uns zu erhalten, die noch nötig sei damit der Antrag vom Versorger genehmigt würde. Warum das erst 4 Wochen nach der ursprünglichen Einreichung passierte? Keine Ahnung. Für uns ist nicht nachvollziehbar, ob die Verzögerung bei holz&raum, beim Elektrounternehmen oder beim Versorger entstanden ist. Die Unterschrift leisteten wir, und haben nun, 2 Wochen später, immer noch keinen Baustrom. Irgendwie kommt da irgendwer, der Grundversorger oder der Netzbetreiber, nicht in die Gänge. Oder irgendeines unserer ausgefüllten Formulare (das sind natürlich wie immer mehrere) sind irgendwo anders hängen geblieben. Auch das lässt sich nicht nachvollziehen.
Ich werde mir morgen mal wieder die Ohren heiß telefonieren um einen Griff an die Sache zu bekommen, aber im schlimmsten Fall wird ein Aggregat für die Übergangszeit her halten müssen zur Stromerzeugung.
Auf die Ansage meines Mannes, dass wir es nicht einsehen, dafür Mehrkosten zu tragen, da wir unseren Part ja frühst möglich erfüllt haben, antwortete unser Bauleiter mit :"Das kriegen wir schon irgendwie hin". Na, dann.







Dienstag, 23. Dezember 2014

Lösung Fliesenproblematik

Ihr erinnert euch an die Fliesenproblematik? Dass zu wenig qm für die Erdgeschossfliesen berechnet worden waren? Davon hatte ich hier berichtet.

Mir ist aufgefallen, dass ich die Lösung des Problems noch gar nicht präsentiert habe.
Wir haben das Problem mit holz&raum besprochen, und es ging wieder bis zur Geschäftsleitung nach oben.
Dort wurde dann eingestanden, dass die falsch angegebene qm-Zahl natürlich ein Additions-Fehler war, da ja aus der Beschreibung klar hervorging, welche Bereiche gefliest werden sollten.
Da wir aber, wäre dieser Fehler nicht passiert, von vornherein einen entsprechend höheren Gesamtpreis für das Haus bekommen hätten, konnte man uns die fehlenden 20 qm nicht schenken. Da man aber den Ärger verstehen konnte, den wir hatten -denn wir hatten ja mit der gegebenen Summe kalkuliert, und von daher waren das jetzt trotzdem unvorhergesehene Mehrklosten- bot man uns an, die Mehrkosten für die 20 qm (Material und Verlegen) 50/50 zu teilen.

Das fanden wir fair.

Da wir aber zwischendurch schonmal recherchiert hatten, haben wir einen Online-Shop gefunden, wo unsere Wunsch-Bodenfliesen so unglaublich günstig waren (statt 39€ bei Bauking nur 16,80€!!!), dass wir uns trotzdem dafür entschieden haben, diesen Bereich aus dem Hausangebot rauszunehmen und selbst zu organisieren. Die Fliesen (incl. passender Sockelfliesen) sind nun bestellt, bezahlt und werden auch kostenlos bis auf Abruf für uns von dem Online-Shop gelagert! Einen günstigen und guten, regional ansässigen Handwerker, der uns ein Angebot gemacht hat, haben wir auch gefunden, sodass wir im Endeffekt nun ganz ohne Mehrkosten aus der Fliesen-Geschichte rauskommen.

Stundenlange Internet-Recherche ist zwar nervig, aber lohnt sich oft eben doch. Ein sehr befriedigendes Gefühl!

Wir leben noch

Entwarnung!

Alle Suchanzeigen, die seit September geschaltet wurden, können zurück gezogen werden:
Ja, es gibt uns noch, und auch dieser Blog ist nicht tot.
Er musste nur zwischenzeitlich ruhen - unfreiwillig.

Ich schrieb ja irgendwann schonmal, dass ich nur berichten möchte, wenn es auch etwas NEUES zu berichten gibt. Wenn sich nichts tut - so wie in den letzten 3,5 Monaten- dann würde ich ja nur schreiben um mich AUFZUREGEN, und das will ich nicht. Es gibt schon zuviele Blogger, die das Internet als Ort zum Druck ablassen nutzen, da möchte ich mich nicht einreihen.

Deshalb berichte ich heute hier in den entschärften Kurzversion von den Komplikationen der vergangenen Monate, und fange dabei mit dem Positiven an, nämlich mit dem, was bei all der Diskutiererei und Warterei heraus gekommen ist:

Wir haben unsere Baugenehmigung! Gerade noch so rechtzeitig vor den Feiertagen!

Woran hat es nun gehangen? Nun, das ist eine längere Geschichte...
Unser Grundstück ist nicht ganz eben. Es liegt jetzt zwar nicht wirklich am Hang, aber von der linken hinteren Ecke zur rechten vorderen Ecke sind es doch über 3 Meter Gefälle. Auf einer Entfernung von ca. 35 Metern, aber immerhin, ein paar Prozent sind das schon. Und eben leider nicht "gerade" von vorne nach hinten, sondern eben auch in der rechts-links-Ausdehnung.

Grundsätzlich kein Problem. Wir haben uns dann - nach sorgfältigen Überlegungen zusammen mit dem Architekten- für eine Höhe entschieden, auf die das Haus gebracht werden sollte: Und zwar so, dass man von der Straße bis zum Haus zwar einen leichten Anstieg hat, aber keine Treppe benötigt, und eben auch mit dem Auto den Weg zum Carport noch bewältigen kann. Der Garten ginge dann leicht bergauf. Abtragen könnte man dann dort ggf. später immer noch.

Aaaaaber die Stadt Königswinter hatte Einwände. Die Bezugsebene, so stand es im B-Plan, sei die höchste Stelle, an der das Haus ins Gelände einschneidet. Weiter stand dort, dass man nur maximal 30 cm NACH OBEN von dieser Bezugshöhe abweichen durften. Waren wir ja nicht, die OK Bodenplatte unseres Hauses war 1,12 Meter unterhalb der Bezugshöhe. Dazu stand im B-Plan nichts.
Einwände hatten sie trotzdem. Abweichungen nach Unten seien gar nicht vorgesehen, man würde sich ja so "einbuddeln", und für das Bild des Neubaugebietes wäre das ja auch ganz unschön...
Auf die Frage, wie man sich das denn dann in schrägem Gelände vorstelle, wenn man nicht abtragen solle (die Alternative war ja, das Haus mit Erde zu unterfüttern? Quasi aufzubocken?) sagte man uns, da sei ja auch Bauen mit Keller vorgesehen.
HAHAHA.
War aber weder vorgeschrieben, noch für uns bezahlbar. Also gab es lange Diskussionen, an denen neben den Menschen vom Bauamt und uns auch unser Architekt und sogar unser Erschließer/Verkäufer beteiligt waren. Rechtlich war es so, dass die Stadt ohne eine entsprechende Erwähnung im B-Plan Graben nicht eigentlich verbieten konnte, praktisch saßen sie trotzdem am längeren Hebel, und konnten uns die Baugenehmigung einfach verweigern. Und vor Gericht wollten wir nun wirklich nicht. Im Endeffekt haben wir so die Entscheidung erwirkt (die nun auch für alle anderen Bauherren des 32 Häuser starken Neubaugebietes als Präzedenzfall dient, gerne geschehen:-), dass Abweichungen bis 1 Meter unterhalb der Bezugsebene zulässig sind.

Wir haben daraufhin unser Haus 30 cm höher gesetzt (sind jetzt also nur 82 cm unter Bezugsebene), und 1 Meter nach hinten, von der Grundstücksgrenze weg. So passt die Einfahrt ins Carport wieder, es muss insgesamt weniger gegraben werden, und alle sind glücklich (gekostet hat das Ganze ca. 400€, weil wir vom Vermesser nochmal einen Satz abgeänderte, offizielle Pläne brauchten)!

Das war alles, was bis zum 12.12. passiert ist, seit diesem Tag halten wir die Baugenehmigung in Händen. Seitdem waren wir natürlich auch nicht untätig, im Gegenteil, wir mussten vor den Feiertagen noch allerhand regeln, damit es nun auch wirklich zügig losgeht (aber davon dann mehr in separaten Posts, sonst liest das doch keiner mehr).

Und dass es zügig losgeht, das ist nun umso wichtiger geworden: Mittlerweile können wir nämlich verraten, dass wir nicht zu Zweit, sondern gleich ZU VIERT ins neue Haus einziehen!!! Ja, wir erwarten Zwillinge... Und wir hoffen, dass der durch die Verzögerung nun sehr enge Zeitplan es trotzdem zulässt, dass wir es noch so gerade vor der Geburt (Mitte, hoffentlich Ende Mai) schaffen, einzuziehen!

Und noch was zum Schmunzeln am Ende: Ein anderer Bauherr, der 1,40 Meter von der Bezugsebene nach unten abweichen will, IST mittlerweile mit der Stadt vor Gericht. Soviel zum Thema, wenn wir uns einbuddeln sind wir ja die (einzigen) Abweichler, die das harmonische Bild kaputt machen...

Sonntag, 3. August 2014

Erste echte Probleme

Ich habe wieder länger nichts gepostet. Das lag keineswegs daran, dass sich nichts getan hätte, im Gegenteil. Es hat sich richtig was getan, allerdings nicht unbedingt Positives. Daher mochte ich nicht bloggen, solange das Problem nicht zufriedenstellend gelöst war.
Das ist nun zum Glück geschehen, daher von Anfang an (Achtung, viel Geschreibsel):
Unser Haus war ja von uns, in Zusammenarbeit mit unserem Fachplaner Herr F. fertig geplant worden. Auf der Basis dieser Planung wurde das Festpreisangebot erstellt, das fester Bestandteil des bereits vor einiger Zeit unterschriebenen Bauvertrages ist. Soweit, so gut.
Nachdem dann der Vermesser die Daten geliefert hat, die der ausführende Architekt zur Erstellung aller Pläne und Schnitte benötigt, konnte mit der Fertigstellung aller für den Bauantrag benötigten Unterlagen begonnen werden.
Für diese Architektenleistungen hatten wir uns ja vertraglich 4 Wochen Maximaldauer zusichern lassen.
Im letzten Post hatte ich bereits geschrieben,dass die Architektenleistungen an einen externen Architekten übergeben wurden, allerdings so spät, dass dieser nur noch wenige Tage zur Einhaltung der Frist hatte.

Und nun kommts: kurz nachdem der Architekt mit der Bearbeitung unseres Projektes begonnen hatte, 4 Tage vor Ablauf der Frist, rief er uns an, und teilte uns mit, dass es ein Problem gäbe. Im Bebauungsplan der Stadt Königswinter, der uns von Anfang an vorlag und den wir bereits ganz zu Beginn der Planung dem Fachplaner weiter gegeben hatten steht drin, dass im Baugebiet nur eingeschossige Bebauung zulässig ist. Unser Haus wurde also von Anfang an als 1,5-geschossiges Haus geplant. Nur, dass unser Fachplaner von falschen Tatsachen ausgegangen ist, und das geplante Haus de Facto die ganze Zeit ZWEIGESCHOSSIG war! Was uns als Laien aber natürlich nicht auffallen konnte. Er war nämlch davon ausgegangen, dass die 5m² Luftraum von der Wohnfläche im OG abgezogen werden. Werden sie bei der Berechnung der Geschossigkeit aber nicht!
Nun stand also fest, dass unser geplantes Haus so definitiv nicht gebaut werden durfte. Die naheliegendste Änderung, die der Architekt zunächst vornahm, bestand darin, im OG 5m² einzusparen, indem der Kniestock erniedrigt wurde und das Dach abgesenkt.
Das ging für uns gar nicht!!!
Dadurch ging das luftige, offene Raumgefühl verloren, in das wir uns so verliebt hatten. Außerdem wäre die tolle, raumgewinnende Lösung mit den Schlafemporen in den Kinderzimmern so nicht mehr möglich gewesen, und das Badezimmer hätte ganz anders aufgebaut werden müssen (denn eine Toilette direkt unter der Dachschräge ist nicht ganz so bequem).
Wir legten ein entschiedenes Veto ein: Dieses Haus war nicht mehr das, das wir vereinbart hatten. Selbst mit der angedeuteten Entschädigung in Form von Bemusterungsguthaben konnten wir uns damit nicht anfreunden, es war einfach für uns eine zu krasse Verminderung der Wohnqualtät.
Zum Glück gab es noch eine andere Lösung, die die holz&raum-eigene Architektin fand: wenn man an der Stelle, an der wir das Dach weiter vorgezogen hatten, um einen überdachten Terrassenbereich zu schaffen, einfach auch die Geschossdecke und Außenwände entsprechend verlängerte, entstünde eine Vergrößerung der Grundfläche des OG, und diese 10m² hätten eine sehr geringe Raumhöhe von 1,3 - 0 m. Dadurch würde sich der Anteil der OG-Fläche, der unter 2m Raumhöhe hat, auf unter 75% verringern: die Bedingung für ein Nicht-Vollgeschoss wäre dann gegeben!
Damit waren wir einverstanden, Problem also gelöst. Eigentlich.
Ab dieser gefundenen Lösung dauerte es allerdings noch eine Woche, in der wir ständig mit verschiedenen Leuten hin- und her telefonieren mussten (dem freien Architekten, der holz&raum-Architektin, dem Geschäftsführer und ganz am Ende auch endlich unserem Fachberater, der sich als Verursacher des Problems die ganze Zeit über seeehr bedeckt gehalten hatte), bis wir endlich eine Antwort darauf hatten, wie sich diese Lösung finanziell auswirkt.
Wir vertraten eigentlich die Meinung, dass wir für diesen zusätzlichen "Kriechraum" nicht zur Kasse gebeten werden dürften. Denn er stellte zwar einen Mehrwert für uns dar (Stauraum kann man nie genug haben) und verursachte natürlich auch Materialkosten, aber er war ja kein nachträglicher Sonderwunsch von uns, sondern eine Notwendigkeit, die erst durch einen Fehler des Fachberaters entstanden war.

Schlussendlich einigten wir uns darauf, dass die Kosten 50/50 zwischen der Firma und uns aufgeteilt würden, und da es für uns insgesamt unter 1000€ waren, willigten wir ein.
So ist es okay für uns, aber ein Schaden ist trotzdem entstanden: das Grundvertrauen, dass wir bisher hatten, ist jetzt ein bisschen ins Wanken geraten. Wir schauen nicht mehr ganz so optimistisch in die Bau-Zukunft, und rechnen mit mehr Stress als bisher vermutet.

Trotzdem freuen wir uns auf die nächsten Schritte: Kommende Woche wird der Bauantrag gestellt. In ein paar Wochen wird die Bemusterung stattfinden. Und wenn alles klappt, wird im November das Haus hochgezogen!